Archiv für November 2010

Organic Beauty: Bio-Kosmetiktrends und neue Brands

Donnerstag, 25. November 2010
Andrea-Elsner-Volker-Kr Ger in Organic Beauty: Bio-Kosmetiktrends und neue Brands

TheVeryEssence - Andrea Elsner und Volker Krüger

Schon lange planten wir eine Serie zum Thema Organic Beauty. Motivation ist die eigene hochempfindliche Haut, die sowohl bei manchen herkömmlichen wie auch bei Bio-Pflegeprodukten „abkippen“ kann. Konkreter Anlass war unser Besuch bei Andrea Elsner und Volker Krüger, den Gründern von TheVeryEssence in der Bogenstrasse 3 in Hamburg, die sich auf junge Organic Beautybrands spezialisiert haben.  Bei einer Tasse Tee führten wir ein ausführliches Gespräch im Showroom, der gleichzeitig  auch Laden ist.

KIYA.TV: Was unterscheidet eigentlich die neuen Organic Beautybrands aus den USA, Großbritannien, Irland oder Frankreich von den alteingesessenen Bio-Beautypionieren wie Dr. Hauschka, Weleda oder Lavera?
Andrea Elsner: Die neuen Marken sind auch bio-zertifiziert, beschränken sich jedoch häufig auf klare Schwerpunkte, z.B.  Pai Skincare auf die Hautpflege, Ineke Rühland auf Düfte, oder bestimmte Wirkprinzipien wie die auf Algen basierende Linie von Voya. Dies wird dann auch über die Verpackung deutlich, die dem Markenkonzept klar entspricht. Die etablierten Bio-Beautymarken sind meist breiter aufgestellt, sowohl vom Produktsortiment als auch dem Vertrieb über Apotheken, Bioläden und Reformhäuser. Der Verpackungsgestaltung wird dabei weniger Gewicht beigemessen. Aber auch für Biokosmetikkunden zählt nicht nur die Bio-Zertifizierung, sondern der Lifestyle und die Story hinter dem Produkt. 

Pai-Skincare in Organic Beauty: Bio-Kosmetiktrends und neue Brands

Gesichtspflege Pai Skincare

KIYA.TV: Was macht die neuen Organic Beauty- und Wellnessbrands aus, was sind die Stärken?
Volker Krüger: Jede Brand hat da ihr eigenes Profil. Bei einer empfindlichen oder zu Allergien neigenden Haut sollte man z.B. darauf achten, dass die Pflegelinie wenige Inhaltstoffe enthält, egal ob Bio oder nicht. PAI Skincare aus Großbritannien trägt dem für verschiedene Hauttypen konsequent Rechnung. Auf handgerührte Öle für die Körper- und Gesichtspflege, Massage- und Badeöle sowie Duftkerzen hat sich Nádúr aus Irland spezialisiert. Brown Earth bietet eine Linie auf Basis von 100% organischer Sheabutter an, die von Körperbutter bis zu Seifen reicht.  Voya  hat aus dem Algen-Spa der Familie an der Westküste Irlands heraus eine komplette Spa-und Pflegeserie auf Basis handgeernteter Algen entwickelt. Die Verpackung der Produkte von Pangea Organics aus den USA kann man weiter nutzen – in jeder Verpackung sind keimfähige Samen eingearbeitet. Das ist wirklich “organic”. Und die Macher von The Quint aus Winnenden bei Stuttgart nutzten ihr Wissen aus der professionellen Raumbeduftung und der Aromatherapie für stimmige und 100% natürliche Raumdüfte.

Pangea-Organics in Organic Beauty: Bio-Kosmetiktrends und neue Brands

Die Pangea Organics Linie

KIYA.TV: Wann finden wir Organic Beautylinien auch im Kaufhaus und normalen Parfümerien?
Volker Krüger: Das wird noch etwas dauern, denn gerade Bio-Beautyprodukte sind erklärungsbedürftig. Der Informationsbedarf der Kunden zu Fragen um die Zertifizierung, zu Inhaltsstoffen und Wirkweise der Produkte ist sehr hoch. Aber der Markt ist in Bewegung: Conceptstores und exklusive Kaufhäuser nähern sich dem Thema an. So ist z.B. die Linie von Pangea Organics schon im KaDeWe in Berlin zu finden. Generell sollte man die Augen offen halten, es gibt auch eine Reihe von neuen Brands, die mit ein oder zwei pflanzlichen Wirkstoffen arbeiten und eine schöne, lifestylige Verpackung haben, aber nicht bio-zertifiziert sind.

KIYA.TV: Wie gehen die Kunden an das Thema heran? Was sind beliebte Produkte?
Andrea Elsner: Aus unserer Erfahrung im Shop sehen wir, dass viele Kunden den Einstieg in die Organic Beauty über die Körperpflege, z.B. das Lemongrass Duschgel von Pangea, eine Bodylotion von Brown Earth oder Düfte wie Balmy Days And Sundays von Ineke Rühland finden. Dann probiert man auch einmal eine Gesichtspflege wie z.B. die Pflege von Pai mit Kamille + Hagebutte für empfindliche Haut. Beliebt sind auch Produkte, die sich mit der vorhandenen Pflege kombinieren lassen,  wie das Rescue Serum von Nádúr, das man unter die übliche Tagespflege gibt.  Und bei den Duftkerzen und Raumdüften achtet man ohnehin auf Natürlichkeit, schließlich möchte man nicht den ganzen Tag synthetische Aromen einatmen.

KIYA.TV: Ist Organic Beauty auch etwas für Männer?
Volker Krüger: Ja, natürlich. Wir haben hier im Shop zunehmend auch Männer, die z.B. eine gut verträgliche Hautpflege für sich suchen. Auch Männer möchten sich verwöhnen. Der klare Fokus der jungen Organic Beautybrands spricht Männer an, man(n) möchste sich nicht mit 10 alternativen Produkten für einen Zweck auseinander setzen müssen.

KIYA.TV: Wo bekommt man die innovativen Organic Beautyprodukte? Wo kann man sich informieren?
Andrea Elsner: Natürlich bei TheVeryEssence in Hamburg oder unserer Website mit Onlineshop. In München empfehlen wir die Naturparfümerie Organic Luxury in der Residenzstrasse 23, an die auch ein Day Spa angeschlossen ist. Einige Organic Beautybrands haben einen eigenen Onlineshop, wie z.B. Pai Skincare oder sind in einem Day Spa vertreten wie Voya bei Eigenzeit in Bad Oeynhausen.


Eröffnung des Multilabel-Fashion-Stores NAJLA

Dienstag, 23. November 2010

Vergangenen Donnerstag eröffnete in der Hamburger ABC-Straße der Multilabel-Fashion-Store NAJLA.

Inhaberin des neuen Shops ist die Designerin und Unternehmerin Najla Razai.

Bei NAJLA findet man ab sofort Keypieces der Labels Benedi (High End Pret-a-Porter), Kevandbelle (Pelzmode), Vladimir Siebert (Strickmode) und Gold Marie (Taschen und Accessoires).

Auch dabei ist die neue Kollektion des Germanys Next Topmodel Catwalktrainers Jorge Gonzalez. Unter dem Namen „Chicas Walk“ kreiert Jorge eine zauberhafte Beachkollektion.

 in Eröffnung des Multilabel-Fashion-Stores NAJLA

Jorge präsentierte seine "Chicas Walk" Kollektion

Anlässlich der Shoperöffnung von NAJLA stellte Jorge „Chicas Walk“ persönlich vor.

Er ist genauso aufgedreht, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Stolz präsentiert er uns „Chicas Walk“.

 in Eröffnung des Multilabel-Fashion-Stores NAJLA

Sexy Strandbegleiter von "Chicas Walk"

Die Idee hinter „Chicas Walk“ ist einfach und genial. Jorge wollte eine Beachkollektion designen, die mit den richtigen Accessoires zu einer Partykollektion umfunktioniert werden kann. Die Kleider und Overalls werden mit bequemen Flip Flops zum Strand getragen, abends stylt man sie zu High Heels und viel Schmuck. Die Kollektion ist wirklich süß – schöne Schnitte und knallige Farben. Da kann der nächste Ibiza Urlaub kommen.

 in Eröffnung des Multilabel-Fashion-Stores NAJLA

Das Kleid trägt Frau tagsüber am Strand und abends im Club

KIYA TV ist gespannt, ob wir „Chicas Walk“ demnächst  auch auf der Berliner Fashion Week begutachten können. Ob Jorge seine Pro7 Aktivitäten jetzt erst einmal auf Eis legt, wollte er uns aber nicht verraten…

Auch einige Promis ließen es sich nicht nehmen, bei der Shoperöffnung dabei zu sein. Die Schauspielerin Marie Bäumer trug ein elegantes kurzärmliges Kleid und gab fleißig Interviews. Die Queensberry Girls Leo und Selina hatten auch ohne den Rest ihrer Band Spaß. Einige der ehemaligen Germanys Next Topmodel Kandidatinnen tummelten sich ebenfalls unter den Gästen, wie z.B. Louisa (aus der letzten Staffel) und Janina (aus Staffel 3).

Der Shop an sich erstreckt sich auf zwei Etagen und bietet eine Auswahl der besten Deutschen Jungdesigner.

Überzeugt euch doch einfach selbst!


Bambi 2010: glamourös und schön war es!

Montag, 15. November 2010
Bambi-entry1 in Bambi 2010: glamourös und schön war es!

Bambi 2010 Eingang zur Metropolishalle

DER Bambi – im Gegensatz zu dem Bambi – ist eine tolle Sache. Diesmal war ich erstmals dabei und konnte nach den Präliminarien am Nachmittag (Hochsteckfrisur bei Udo Walz) das glamouröse Event als Gast genießen. Der rote Teppich viel länger als bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin und um einige Ecken geführt! Vorne stieg Sarah Jessica Parker vor begeisterten Fans aus der Limo, hinten fotografierten Pressevertreter noch völlig ungerührt andere VIPs. 800 Gäste wurden so innerhalb kürzester Zeit an den Fotografen vorbei zum Foyer geschleust, wo es erst einmal einen Champagner gab. Die Gästeliste abseits der Preisträger, Moderatoren und Laudatoren auf der Bühne: bunt gemischt mit Top-VIPs wie Begum Inaara Aga Khan, guten Bekannten aus Film, Theater und Fernsehen wie Nazan Eckes, Nina Ruge, Veronika Ferres, Uschi Glas, Fritz Wepper, Bettina Zimmermann, Frank Plasberg, Nina Eichinger, (Ex-) Sportler wie Boris Becker (der zu spät kam), Franziska van Almsick und Matthias Eicher, u.v.m. Dazu Top-Models Eva Padberg und Franziska Knuppe, Manager des BURDA-Verlags sowie Kunden und Journalisten.

 

 

 

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Karl Lagerfeld als Laudator für Beth Ditto

Originell eingefädelt: Karl Lagerfeld, der bekennende Size-Zero Fan (bei sich selbst und den Models für Chanel) als Laudator für Schwergewicht und Gossip-Sängerin Beth Ditto, die den Bambi in der Kategorie Pop International bekam.
Wirklich schade, dass der Publikumspreis für die beste Fernseherie nicht an Annette Frier (Danny Lowinski) ging, die sich davon aber nicht nerven ließ und noch lange auf der After-Show-Party feierte. Sarah Jessica Parker zog sich 3x um, nach einem selbst designten Kleid aus Glitzerstoff, trug sie u.a. noch ein Tellerrockkleid mit heller Korsage.

 

 

 

Knuppe-in-Wunderkind-Bambi in Bambi 2010: glamourös und schön war es!

Franziska Knuppe in Wunderkind FS 2011

Unter Fashion-Gesichtspunkten bleibt festzustellen, dass gefühlt die Hälfte der anwesenden Damen – auch Mitorganisatorin Patricia Riekel – ein langes Schwarzes trug, was man angesichts der nun in Blogs und Presse publizierten bunten Fotostrecken der Damen in den schönsten Abendroben nicht unbedingt vermuten würde. Wahrscheinlich weil Schwarz immer geht und so praktisch ist.

Nur einmal habe ich auf der After-Show-Party ein rückenfreies Kleid von Lala Berlin gesehen, für die jungen deutschen Designer ist bei diesem Event also noch Luft.
Top-Model Franziska Knuppe bezauberte in einem floralen Tellerrock-Kleid mit zarter Spitze aus der neuen Kollektion von Wunderkind, die von Wolfgang Joops Jugendzeit in Portugal inspiriert ist.

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Sarah Jessica Parker hört, dass sie den Überraschungsbambi erhält

Das Event selbst war super organisiert, die Preisverleihung mit teilweise originellen Kategorien wie “Die Erde” richtig spannend, unterhaltsam und oft bewegend. Ein paar Fotos habe ich meiner kleinen Kamera auch abgerungen, als Gast kann man ja nicht mit Profi-Equipment auflaufen. Witzig das garantiert botox-freie Stirnrunzeln von Sarah Jessica Parker als sie hörte, dass sie den Überraschungs-Bambi bekommen würde.  Interessant auch der riesige Teleprompter und die Kameraleute im Gestänge an der Decke, die 4 Stunden ausharren mussten, und die man im TV natürlich nicht sieht.

Die After-Show-Party überzeugte mit leckerem Fingerfood und einem Live-Act von Peter Maffay und Band. Hier fühlte ich mich wirklich an die Fashion Week erinnert. Wie im Zelt am Bebelplatz waren hier nämlich auch diverse Firmen präsent, von Peek & Cloppenburg bis zu Natur-Kosmetikfirma Annemarie Börlind, für die Cosma Shiva Hagen warb.

Nachdem die Kamerateams die Promi-Interviews “im Kasten” hatten, machte sich eine relaxte, fast private Stimmung breit. Viele kennen sich eben und nutzten die Zeit zum Leute-Schauen und Networken.  Last not least beeindruckte mich die gewaltige Presslounge, in der das Event bis in die späten Nachtstunden verarbeitet wurde. Das könnte die Fashion Week auch mal einführen!

Red-Carpet-und-Presselounge-Bambi-2010 in Bambi 2010: glamourös und schön war es!

Red Carpet und Presselounge Bambi 2010


Lieblingsteile: Wendetaschen von Wanawake

Freitag, 12. November 2010
Wanawake-Clutch-Modelle1 in Lieblingsteile: Wendetaschen von Wanawake

Wanawake Clutch Modelle FS 2011

Accessoires sind zur Zeit definitiv ein breites Feld für Mode-Innovationen und neue Labels. Annabelle Mandeng, die wir als den kreativen Kopf hinter dem Casuallabel pureberlin kennen, hat jetzt zusammen mit Waridi Schrobsdorff ein Taschenlabel names Wanawake (Swahili: Frauen) gestartet.  Schon mit der ersten Kollektion, die gerade in die Läden ausgeliefert wird, haben die beiden Berlinerinnen es in den Conceptstore Quartier 206 in Berlin geschafft, wahrlich eine tolle Leistung. Wie das?

Originell bei Wanawake ist das Konzept der Wendetasche, die Stücke lassen sich mit Ausnahme der Portemonnaies alle wenden, ob Clutch, mittlere Handtasche oder der große Shopper. Die Farben sind dabei so kombiniert, dass vielfältige Einsatzmöglichkeiten entstehen: Dunkelbraun und Gold oder Hellbeige und Braun, Weiß und Schwarz…Pink und Schwarz…. Auch ein Modell (aus Stoff) in Camouflageoptik ist dabei.

Und immer ist das W für Wanawake an der Schließe zu finden. Der Clou: beim Wenden wird mit den seitlichen Reißverschlüssen gearbeitet, die Tasche muss nicht erst geleert oder umgestülpt werden. Praktisch!

Wie man hört, arbeitet Annabelle schon an einer Erweiterung  der Linie, bald sollen Reisetaschen dazu kommen, die sich ebenfalls wenden lassen. Eine originelle Idee, hochwertiges Leder, eine tolle Verarbeitung – die Taschen von Wanawake haben absolut das Potential zum Lieblingsteil.